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Ärger über „Abschiebequartier“ in Steinhaus am Semmering

In Steinhaus am Semmering werden ab November Flüchtlinge untergebracht, die auf die Abschiebung warten. Zuletzt waren hier Familien und allein reisende Frauen untergebracht.

Ab 1. November soll das Haus aber eine von drei Rückkehreinrichtungen des Bundes werden: Es werden bis zu 150 „Menschen mit negativem Asylbescheid untergebracht, die sich auf dem Weg zur Rückkehr befinden. Je eine weitere solche Einrichtung wird in Kärnten und in Tirol untergebracht. Den Bürgermeistern, Bezirkshaupt- und Landeshauptleuten sei dies schon im Juli mitgeteilt worden. Im Büro von Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer zeigt man sich erstaunt darüber. Demnach hätte man sich zeitgerechte, detaillierte Informationen gewünscht, die es offenbar nicht gegeben habe. Auch bei Spitals Bürgermeister Reinhard Reisinger hält sich die Freude in Grenzen, man habe aber kein Mitspracherecht. Schon bisher gab es dort fallweise Asylwerber mit negativem Bescheid: Die meisten seien untergetaucht – oder wie es offiziell heißt "nach unbekannt verzogen".

Bildquelle: MuerzMedia